Kastanientorte

Nun endlich erzähle ich euch von meiner Kastanientorte. Kastanientorte, ihr habt schon richtig gelesen. Damit sind nicht die Kastanien gemeint, aus denen man im Herbst tolle kleine Figuren basteln kann, nein es handelt sich um die Edelkastanie. Die Edelkastanie, auch Esskastanie gehört zu den Buchengewächsen und hat nichts mit der Gemeinen Rosskastanie, die übrigens 2005 Baum des Jahres in Deutschland war und  vorallem in Mitteleuropa heimisch ist, zu tun. Die Früchte, die ich für meine Torte verwendet habe, werden Kastanien, Maronen oder Maroni genannt und kommen vor allem in Süd- und Westeuropa vor.

„Vom Mittelalter bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Edelkastanie in den Bergregionen Südeuropas das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung. Im 20. Jahrhundert gingen die Bestände durch den Befall mit dem Kastanienrindenkrebs stark zurück, erholten sich jedoch Ende des 20. Jahrhunderts wieder.“ Wikipedia

Das erklärt warum man hier in der Steiermark auch Maroni gut 3 Monate lang an allen Ecken kaufen kann, was man in Sachsen höchstens auf dem Weihnachtsmarkt tun kann. Also für meine Torte habe ich Maronireis aus der Tiefkühltruhe gekauft (Achtung, das ist eine teure Angelegenheit!). Ansonsten kamen noch Schokolade, Butter, Staubzucker (auch Puderzucker), Eier, Maisstärke und Schlagobers (auch Schlagsahne :) ) an die Torte. Ich habe das Rezept von einer echten Grazerin bekommen und daher waren auch die Massangaben für mich ungewohnt. Hier wird in dkg (Dekagramm oder Deka) gewogen, 1dkg sind 10g .  Da ich erst zu Hause backen wollte bestand mein Problem darin, den gefrorenen  Kastanienreis aus Österreich unaufgetaut in die Heimat zu bringen (meine Fahrt dauerte ca. 12h). Hat dann aber doch alles noch prima geklappt.

Die Torte ist sehr reichhaltig, schmeckt aber wirklich gut. ****

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