Zimtschnecken – Kanelbullar

Ich muss euch heute von meinem bisher besten Hefeteig erzählen. Den habe ich für schwedische Zimtschnecken gemacht, es sind fast 40 Stück geworden. Ihr solltet beim Nachbacken erst mal überlegen ob ihr so viele Zimtschnecken innerhalb von 2 Tagen essen könnt, sonst halbiert die Zutatenliste einfach. Das ist bei Hefesachen immer so schade, die schmecken bis zum nächsten Tag wunderbar frisch und ab dem dritten Tag kann man sie kaum noch ohne didschn essen.

Warum das meine bisher bester Hefeteig war? Der ist so groß geworden, ich hatte eigentlich noch nie ein Problem das mein Hefeteig nicht aufgeht, aber jetzt weiß ich erst was tatsächlich möglich ist. Der Teig hatte fast das Volumen meiner 5l Rührschüssel und beim Ausrollen habe ich eine Fläche von ca. 50cm x 120cm gehabt. Ich denke der Tipp für den Hefeteig liegt darin Butter und Milch gemeinsam auf 35-37°C zu erwärmen. Ich war beim Backen mal wieder etwas unter Zeitdruck und so habe ich das Töpfchen mit der Milch-Butter-Mischung nicht langsam erwärmt, sondern gleich auf hoher Stufe. Dadurch war zwar die ganze Butter geschmolzen, aber es war zu warm geworden und so musste ich warten bis es ca. 10°C abgekühlt ist. Ich kann euch sagen, dass dauert eine Ewigkeit. Als das dann aber geschafft war, ist nichts mehr schief gelaufen und ich bin mit nur einer Stunde Verspätung auf der Party aufgetaucht.

Zimtschnecken

Rezept für Zimtschnecken (Kanelbullar)

150g + 50g Butter
500g Milch
1 Stück Hefe
100g + 100g Zucker
1 Prise Salz
800-1000g Mehl
1 EL Zimt

150g Butter in der Milch schmelzen lassen, das ganze aber nur auf ca. 35°C erwärmen. In eine große Rührschüssel Mehl, 100g Zucker und die Prise Salz mischen und in den Berg eine Kuhle hinein drücken, in diese kommt dann die Hefe hinein gekrümelt und darauf die warme Butter-Milch-Mischung. Alles zu einem Teig verkneten, wenn er noch zu feucht ist einfach noch etwas von dem Mehl hinzu geben. Den Teig mit einem frischen Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort für 30-40min gehen lassen. Die Zeit kann genutzt werden um 100g Zucker mit dem Zimt zu mischen und die 50g Butter müssen ja auch noch geschmolzen werden. Nach der Zeit den Teig noch einmal durchkneten und dann ausrollen. Wer nicht so einen großen Tisch hat, sollte den Teig vor dem Ausrollen halbieren. Den Teig mit einer Gabel einstechen und mit der Butter ausreichend bestreichen, darauf kommt der Zimtzucker. Alles aufrollen und in ca. 2cm breite Streifen schneiden (ich habe entweder das falsche Messer genutzt oder es ist immer sehr mühselig). Dann die Zimtschnecken auf ein Blech legen, noch mal 30min gehen lassen und dann bei 250°C für 5-8min backen.

Halloween

Hey Naschkatzen,

heute ist Halloween! In Sachsen wird an diesem Tag aber an die Reformation von Martin Luther gedacht. In Leipzig und Umgebung gibt es die Reformationsbrötchen, sie sollen an die Lutherrose erinnern. Diese hat jedoch 5 Blütenblätter, im Gegensatz zu dem Reformationsbrötchen, welches nur 4 hat. Der Marmeladenklecks, meist Erdbeermarmelade, in der Mitte, soll das Herz mit dem Kreuz symbolisieren. M. Luther hat dieses Symbol wohl als Stempel / Siegel unter seine Schriften gegeben, damit jeder erkennen konnte, vom wem diese Schriften stammten. In Dresden soll es wohl Reformationsbrot geben, das habe ich aber noch nie gegessen.

Ich habe mich gestern Abend in meine Küche gestellt, um meinen Kollegen dieses Leipziger Traditionsgebäck mitzubringen. Ich habe mir ein Rezept schnell auf Chefkoch herausgesucht. Meinen Teig habe ich halbiert, um einen Teil mit Rosinen und einen mit Orangeat zu backen. Ich weiß nicht genau woran es liegt, ob ich sie doch etwas zulang drin hatte oder der Hefeteig nicht genügend Zeit hatte um aufzugehen. Zumindest waren sie etwas dunkel und trocken. Zwei Kollegen meinten auch, dass sie süßer sein können. Naja, ich habe jetzt ja ein Jahr Zeit, um das Rezept zu verbessern.