Torte zum 60. Hochzeitstag

Hey Naschkatzen,

ich hatte die Ehre zur Diamentenen Hochzeit der Großeltern meines Freundes eingeladen zu werden. Wer kann schon so etwas von sich behaupten? Ich glaube die Zahl ist wirklich gering. Außerdem wurde eine Torte bei mir in Auftrag gegeben. Ich hatte mir schon vor Ewigkeiten ein Rezept von einer amerikanischen Internetseite von Google übersetzten lassen. Die Übersetzung war so abenteuerlich, dass ich gleich beschloss den Kuchen einmal vor zu backen. Bei dem Versuch habe ich mich auch nicht getraut den gesamten Teig in meine Springform zugeben, weil Backpulver im Teig ist und im Rezept auch stand, dass man die Form nur halb bis dreiviertel voll machen darf. Ja, der Kuchen ist aufgegangen aber nicht so stark, dass ich nicht alles in die Springform hätte geben dürften. Die Herausgeber dieses Rezeptes haben auch noch ein Himbeermousse dazu empfohlen, welches zwischen die Torte sollte. Bei meinem Test wollte ich gleich ausprobieren wie es schmeckt, aber das Mousse war eher eine Soße und ich hatte schon Angst, ich müsste nun jeden Tag dieses Mousse herstellen, bis es mir gelingt. Aber ich war so gescheit und stellte den Becher in den Kühlschrank, am nächsten Morgen, als ich mir meine Milch fürs Frühstück aus dem Kühlschrank holte, sah ich den Becher und war positiv beeindruckt von meinem Können, denn ich konnte den Becher auf den Kopf drehen und nix lief davon.

Zwei Tage vor dem Hochzeitstag stellte ich mich wieder in meine Küche und backte nur den Kuchen. Die meiste Zeit benötigten die 4 Orangen, deren Saft ich für den Teig brauchte. Ich habe schon den Wunsch geäußert, dass ich mir zu Weihnachten eine große, ordentliche  Zitronen-/ Orangenpresse wünsche. Außerdem hatten diese Mistdinger so kleine Kerne, dass sie die Löcher der Presse verstopften. Keine Ahnung warum wir jetzt Orangen mit 1000 mini Keren züchten und nicht die normalen mit vielleicht 10 Großen? Ansonsten ist mir der Teig gut gelungen.

Am Abend vor dem Ereignis habe ich nun noch das Mousse zubereiten müssen, den Kuchen teilen und das Mousse dazwischen geben. Ich war schon ganz ordentlich vom Tag geschafft, denn ich hatte über acht Stunden auf Arbeit verbracht und mich dann noch fast drei Stunden ins Auto gesetzt, um von Bayern über Thüringen, Sachsen-Anhalt wieder nach Thüringen zu fahren (das war die kürzeste Strecke). Das gute war, dass das Mousse pünktlich zu Beginn des Fußballspieles fertig wurde und sich beide Halbzeiten im Kühlschrank abkühlen und ich mich ausruhen durfte. Danach haben wir die Torte zusammen gebaut und mit einer Marzipandecke überzogen, die allerdings zu klein war, weswegen wir sie noch dünner ausrollen mussten. Dadurch schimmerte das Himbeermousse durch – das soll so :). Obendrauf haben wir noch ein paar Marzipandiamanten gelegt. Das hat alles bis 0 Uhr gedauert. Die Torte hat im Kühlschrank übernachtet. Am Morgen haben wir die Torte in die Gaststätte gebracht und als wir zum Kaffee wieder kamen sprach mich die Kellnerin an, dass sie sich nicht an meine Torte getraut hat, weil sie Angst hatte, dass sie auseinander fliesen könnte. Ich sprach ihr Mut zu, obwohl mir nicht ganz wohl dabei war. Aber die Torte lies sich gut schneiden und nichts lief auseinander. Mir stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Die Torte war angenehm durchgezogen und sehr lecker, jedoch machte sie auch sehr statt. *****

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