Kuchen oder Ei, was war zuerst da?

Ich freue mich wie ein kleines Kind auf Ostern. Nicht etwa wegen des Osterhasen oder den gefärbten Eiern, sondern an den zwei Feiertagen, Karfreitag und Ostermontag, die ich zum Glück frei habe. Außerdem freue ich mich auf einen selbstgemachten Brunch im Kreis der Liebsten. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn Meister Lampe ein paar Sonnenstrahlen für einen ausgiebigen Spaziergang mitbringt. Zu diesem Anlass möchte ich euch eine kleine liebevolle Überraschung zeigen. Ich habe dafür den Kuchen in der Eierschale versteckt.

Ostereikuchen

Für die Umsetzung braucht ihr ausgeblasene Eier, so viele wie ihr dann auf den Tisch stellen wollt. Wenn bei dem Ausblasen das Loch etwas größer wird ist das kein Problem, die Löcher waren bei mir nicht mal so groß wie ein Cent Stück. Die Eierschale habe ich erst mit Wasser ausgewaschen und dann mit etwas Öl gefettet. Am besten ihr stellt das Ei in eine Muffinform, die ihr mit Salz oder Linsen etwas füllt, damit das Ei beim Füllen und Backen nicht umkippt. Für den Teig könnt ihr euer Lieblingsrührkuchenrezept herausholen. Ich habe dafür den Teig vom Mamorgugel genutzt. Am besten achtet ihr bei der Rezeptwahl darauf, dass es ohne große Mengen an Triebmitteln (Backpulver, Natron) auskommt. Die Eier brauchen je nach Rezept ca. 15-30min, bitte mit der Stäbchenprobe testen. Nach dem Abkühlen muss eventuell der übergequollene Teig sacht abgekratzt werden. Für die perfekte Überraschung mit der großen Öffnung nach unten das Ei in einen Eierbecher setzen. Es ist Zeitaufwendig, aber die überraschten Gesichter sind den Aufwand in jedem Fall wert.

Frohe Ostertage Euch!

Ostereikuchen II

Gugel des Monats – März – MarmorGugel

Bevor der März sich komplett dem Ende zuneigt, zeige ich euch heute noch ein Rezept für einen leckeren MarmorGugel mit kleinen Schokostückchen. Das Wetter ist ja auch schon ganz wie April eingestellt, einen Tag Sonne, so dass man die Mittagspause im Freien geniessen kann und den nächsten Tag sind auf dem Fahrrad wieder die Handschuhe Pflicht. Der Kuchen eignet sich auch gut, falls ihr vor Ostern noch ein paar ausgepustet Eier für die Deko braucht, denn man muss die Eier nicht trennen. Das ist zwar Schwerstarbeit, aber ich freue mich schließlich auch, wenn man etwas tolles daraus machen kann.

Der Kuchen ist schnell zubereitet (außer wenn man die Eier auspustet) und schmeckt schön saftig. Wenn man dann auch noch die Chance hat, auf eins der kleinen Schokostückchen zu beißen, kann das Rezept nicht verkehrt sein.

MarmorGugl

250g Mehl
2TL Backpulver
200g Zucker
250g weiche Butter
5 Eier
1 Prise Salz
Zitronenabrieb von einer Halben Zitrone
1EL Rum
75ml Sahne
50g Zartbitterschokolade
1EL Backkakao

Zuerst muss man die Form fetten und mit ein paar Semmelbröseln ausgleiten. Den Ofen kann man auch schon auf 170°C hochheizen. In einer Schüssel Mehl und Backpulver vermischen und mit den Eiern, Zucker, Salz und der Butter zu einem Teig verrühren, dann in die Schüssel den Rum, die Zitronenschale und die Sahne dazu geben. Anschließend die Schokolade hacken. Nun wird der Teig in zwei Hälften geteilt und eine mit dem Backkakao und kleinen Schokoladenstücken dunkel gefärbt. In die Form muss erst der helle und dann der dunkle Teig eingefüllt werden. Nun mit einer Gabel vermischen, wie ihr an meinen Bildern seht war ich da zu zaghaft. Bei einer großen Gugelhupfform braucht der Kuchen etwa eine Stunde. Falls ihr, so wie ich, kleinere Formen nutzt, liegt die Zeit bei 20-30min. Am besten ihr macht auch hier wieder die Stäbchenprobe.

MarmorGugl II

Masala-Chai-Torte

Seit dem Beginn der kalten Jahreszeit, was ja mittlerweile auch schon wieder eine ganze Weile her ist, ist unser Teekonsum deutlich gestiegen. Bei der großen Auswahl an Sorten wie Schwarzer Tee, Grünen Tee, Rooibos-Tee, Krauter- und Früchtetee und den sich daraus ergebenden Mischungen, kann wirklich jeder fündig werden. Zu meinem Favoriten gehört unter anderem der Masala-Chai. Das ist meist ein Schwarzer Tee mit Gewürzen (Kardamon, Nelken, Fenchel, Zimt, Anis, Ingwer) und Milch. Je nach Geschmack kann man den Tee natürlich auch mit Zucker oder Honig süßen. So kam mir die Idee, dass man eine Masala-Chai-Torte backen könnte.

Masala-Chai-Torte I

Dafür habe ich eine Crème pâtissière mit Masala Chai Tee im Wechsel mit einem Biskuitboden, der wie Löffelbiskuit schmeckt, übereinander geschichtet. Für die Crème pâtissière benötigt man nur Eigelb, deshalb habe ich aus dem übrig gebliebenen Eiweiß als Deko für die Torte Baiser hergestellt. Da die Crème pâtissière mindestens für eine Stunde kalt gestellt werden muss und das Baiser für lange Zeit im Ofen trocknen muss, sollte man damit anfangen, gern auch einen Tag zuvor.*****

Masala-Chai-Torte II

Crème pâtissière

6 Eigelb
100g Zucker
1TL Chai Gewürzmischung (z.B. von Sonnentor)
40g Speisestärke
2 Chai Teebeutel oder 2EL Chai Tee
500ml Milch

Eigelb, Chai Gewürzmischung und Zucker hellgelb aufschlagen, dann die Speisesträke einrühren. In einem Topf die Milch mit dem Tee erhitzen, wenn die Milch kocht sofort vom Herd nehmen, den Tee heraus nehmen. Die Milch langsam zum Eigelb geben, dieses muss dabei ständig gerührt werden. Alles in den Topf giesen und bei kleiner Flamme unter ständigem rühren fest werden lassen, wenn zwei Blasen aufsteigen muss es sofort vom Herd. Nun die Crème in ein Schälchen geben und mit einer Frischhaltefolie direkt bedecken und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Baiser

6 Eiweiß
250g Puderzucker
1TL Chai Gewürzmischung

Die Eiweiße steif schlagen, dann den Zucker und die Gewürzmischung einrühren. Die Masse kann mit einem Spritzbeutel in kleine Tupfen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gespritzt werden.
Bei 110°C (Umluft) das Baiser für ca. 80min im Backofen trocknen. Um herauszufinden ob sie fertig sind, kann mit dem Finger auf die Spitze der Baiser tippen, diese sollte fest sein.

Biskuitboden

4 Eier
1 Prise Salz
175g Zucker
125g Mehl
75g Speisestärke

Den Boden einer Springform (20cm Ø) mit Backpapier auslegen. Als erstes müssen auch diese Eier getrennt werden. Das Eiweiß wird mit dem Salz, 120g Zucker steif geschlagen. Eigelb mit 55g Zucker und 2EL heißem Wasser schaumig schlagen. Den Eischnee auf das Eigelb geben, darauf Mehl und Speisstärke sieben und unterheben. Die fertige Biskuitmasse in die Form geben und bei 160°C (Umluft) für ca. 35min backen. Nach dem Abkühlen den Kuchen zweimal horizontal Teilen.

Nun darf geschichte werden. Immer ein Boden etwas von der Crème pâtissière, dieses noch zweimal wiederholen. Damit sich das Baiser von der Crème abhebt, habe ich ein klein wenig Backkakao darüber gesiebt. Viel Spaß beim Nachbacken und Schlemmern.

Masala-Chai-Torte III

Gugel des Monats – Februar – SchmandGugel mit Kirschen

Bei uns gab es dieses Wochenende einen leckeren, leichten Schmandgugelhupf mit Kirschen. Da am Samstag der Tag der Liebenden gefeiert wurde, habe ich mich für eine rote Candy Melts Glasur entschieden, die dem Kuchen etwas die Leichtigkeit genommen hat. Die Glasur ist sehr schnell ausgehärtet. Dadurch war es für mich nicht möglich dem Kuchen eine schöne glatte Oberfläche zu geben und meine Deko wollte auch nicht mehr halten. Außerdem hat mir die Farbe der roten Glasur nicht wirklich zugesagt, sie geht mir zu sehr ins Pink. Was habt ihr für Erfahrungen mit Candy Melts gemacht schreibt es mir, denn sonst werde ich sie mir sehr wahrscheinlich nicht noch einmal kaufen.

SchmandGugel mit Kirschen

Schmandgugelhupf mit Kirschen

200g weiche Butter
180g Zucker
1Pck. Vanillezucker
4 Eier
2TL Zitronensaft
1 Prise Salz
250g Mehl
150g gemahlene Haselnüssen
1Pck. Backpulver
1 großes Glas Kirschen
200g Schmand

Die Gugelhupfform eingefetten und mit etwas gemahlenen Haselnüssen ausstreuen. Die Kirschen gut abtropfen lassen. Butter, Zucker, Vanillezucker, Zitronensaft und Salz cremig rühren, nach und nach die Eier unterrühren. Dann die trockenen Zutaten und den Schmand im Wechsel einrühren. Bevor die Kirschen vorsichtig unter den Teig gerührt werden, diese noch mit etwas Mehl bestäuben. Dann kann der Teig in die Form geben und bei 180°C für ca. 60min in den Ofen. Nach dem Backen den Kuchen etwas auskühlen lassen und dann stürzen. Jetzt kann er noch nach Lust und Laune verziert werden.

Gugel des Monats – Januar – MohnGugel

Ich wünsche euch allen ein gutes Jahr 2015, mit viel Gesundheit und noch mehr Heißhunger auf neue, leckere Backwerke. Zum Start in das neue Jahr bringe ich euch auch gleich ein neues Gugelhupfrezept mit. Den Kuchen haben wir uns allesamt zur Silvesterfeier bei Freunden schmecken lassen. Es ist kein kompliziertes Rezept aber schmecken tut es vorzüglich. ****
MohnGugel
250g Butter
200g Zucker
1/2 Vanilleschote
1Prise Salz
4 Eier
1Pck. Backpulver
250g Mehl
40g Speisestärke
150g Mohn
8EL Sahne
3EL Rum

Butter und den Zucker schaumig schlagen, dann die Eier einzeln unter den Teig rühren. Jetzt das Mark einer halben Vanilleschote herauskratzen und mit einer Prise Salz unter die Butter-Ei-Mischung geben. Backpulver, Mehl und Speisestärke unter den Teig rühren und mit Sahne und Rum zu einem glatten Teig verarbeiten. Zum Schluss den Mohn unterrühren. Den Teig in eine gut gefettete und mit Semmelbröseln bestreute Gugelform geben. Bei 180°C den Kuchen für ca. 60min backen. Ihr erkennt am besten mit der Stäbchenprobe ob der Kuchen fertig ist.
Ich habe den Kuchen mit einer Schokoladenglasur überzogen und für Sivester passend mit Kleeblättern aus Marizpan und Zuckerstreuseln in Schwein- und Kleeform verziert.
Gugelhupf des Monats

Bûche de Noël

Bevor sich das Jahr 2014 komplett dem Ende zu neigt, möchte ich euch noch ein leckeres Weihnachtsrezept zeigen. Dabei handelt es sich um eine Bûche de Noël. Dies bedeutet Weihnachtsbaumstamm und wir traditionell zu Weihnachten in Frankreich gegessen. Es handelt sich um eine Biskuitrolle, die meist mit einer Schokoladencreme gefüllt wird. Wenn die Rolle so vor einem auf dem Tisch liegt, erinnert dies schon sehr an einen gefällten Baumstamm. Je nachdem wie gut man es mit dem Puderzucker meint ist auch der Schnee deutlich zu erkennen. Von wem bekommt man dafür ein besseres Rezept als von einer Französin höchst persönlich? Deshalb habe ich mir bei Aurelie Bastian ein schönes Rezept heraus gesucht. Sie bloggt schon seit einigen Jahren sehr erfolgreich und nicht nur das, Sie bietet auch Koch und Backkurse an. Auf ihrem Blog findet sicher jeder ein Bûche de Noël Rezept nach seinem Geschmack.

Jetzt möchte ich euch erstmal „Danke!“ sagen, für die Treue die ihr mir und meinem leckeren, sündigen Hobby durch euer fleißiges Lesen zu teil werden lasst. Ich wünsche euch allen einen guten Start in ein gutes Jahr 2015!

Lieben Gruß eure Franzi

Bûche de Noël

2 Eier
60g Mehl
60g Zucker
2TL Lebkuchen Gewürz
1TL Backpulver
400g zartbitter Schokolade
5EL Puderzucker
400 ml Schlagsahne

Die Füllung sollte schon 30 Minuten eher zusammen bereitet werden.

Die Schokolade mit 100 ml Sahne schmelzen im Wasserbad schmelzen und gut verrühren. Dann nehmt ihr sie vom Wasserbad herunter und lasst sie etwas etwas abkühlen. In der Zeit muss die restlichen 300 ml Sahne mit 5 EL Puderzucker steif geschlagen werden. Jetzt die abgekühlt Schokolade auf die Sahne gießen und vorsichtig unterrühren. Nun muss sie Creme in den Kühlschrank bis zur Weiterverarbeitung.
Zuerst die Eiweiße steif schlagen. Wenn sie anfangen weiß zu werden den Zucker hinzu fügen und die Masse wie einen Baiserteig schlagen. Dann die Eigelbe eingeben und weiter schlagen und direkt danach das Mehl, das Backpulver und die Lebkuchen Gewürze. Die Masse in eine Backform gießen und bei 180°C für 20min in den Backofen schieben. Den Biskuitboden etwas abkühlen lassen und dann aufrollen, dies muss schnell gehen. . Den Biskuitboden ausrollen. Die Creme aus dem Kühlschrank nehmen und auf den Biskuitboden gleichmäßig verteilen.
Den Biskuitboden ein letztes Mal zusammen rollen und jetzt für ein paar Stunden (am besten eine Nacht) in den Kühlschrank stellen.

Schneebälle Cake Pops

Was passt besser zum Winter als Schneebälle? Zumindest meine Generation hat es noch erlebt, dass es im Winter kalt war und vom Himmel nicht Regen sondern Schnee gefallen ist. Ich bin eigentlich auch nicht wirklich böse das es so warm ist, denn mein liebstes Verkehrsmittel ist mein rotes Fahrrad und dieses kann Schnee nicht ausstehen. So müssen die Schneebälle eben in der Küche entstehen und wenn es allen reicht, dann kann man sie ganz schnell aufessen. In der Zubereitung sind die etwas zeitaufwendiger als andere Cake Pops, denn ich habe erst den Biskuitteig gebacken um ihn nach dem abkühlen in kleine Teile zu rupfen. Mein Teig war nicht so richtig schön geworden, sehr flexibel und biegsam. Nach dem mischen mit der Creme war es auch unmöglich kleine Schneebälle zu formen. Da ich noch eine Nacht Zeit hatte. Stellte ich die Masse übernacht in den Kühlschrank und am nächsten Tag wurde es auch wie gewünscht kleine Schneebälle.

Schneebälle Cake Pops

3 Eier
100g Zucker
100g Mehl
200g Sahne
1Pck. Sahnesteif
200g Magerquark
1EL Puderzucker
1Pck. Vanillezucker
50ml Amaretto
75g Kokosraspeln

Eier und Zucker mit dem Handrührgerät hell aufschlegen. Das komplette Mehl unterheben. Den Teig auf ein Backpapier streichen und im Ofen bei 175°C ca. 15min backen. In der Zeit die Sahne mit dem Sahnesteif aufschlagen. Den Quar mit Puderzucker, Vanillezucker und dem Amaretto glatt rühren. Die Sahne vorsichtig unterheben. Sobald der Boden ausgekühlt ist, diesen in kleine Stücke reißen und in die Quark-Sahne-Creme geben. Wenn notwendig über Nacht kaltstellen. In den Händen ca. 25 Kugeln formen und diese dann in den Kokosraspeln welzen. Bis zum Servieren mögen es die Schneebälle gern kühl gelagert werden.